Overcollateralized: warum DeFi überbesichert ist
Warum DeFi-Kredite mehr Sicherheit als Kreditsumme verlangen, wie das Kredite ganz ohne Bonitätsprüfung ermöglicht und welches Liquidationsrisiko für dich dabei bleibt
Definition
Overcollateralized bedeutet, dass für einen Kredit oder eine Position mehr Sicherheiten hinterlegt werden, als der eigentliche Kreditwert beträgt.
Overcollateralized (überbesichert) bedeutet, dass für einen Kredit mehr Sicherheit hinterlegt wird, als der Kredit selbst wert ist. Das ist das Grundprinzip der meisten DeFi-Kredite: Wer sich 100 Euro leihen will, muss zum Beispiel 150 Euro in Krypto als Pfand hinterlegen. Diese Überbesicherung macht Kredite ohne Bonitätsprüfung überhaupt erst möglich.
Warum DeFi überbesichert ist
Ein Lending-Protokoll kennt seine Kreditnehmer nicht und kann ihre Kreditwürdigkeit nicht prüfen. Statt auf Vertrauen setzt es auf Sicherheiten: Solange das Pfand deutlich mehr wert ist als der Kredit, ist das Protokoll geschützt. Fällt der Wert der Sicherheit unter eine kritische Schwelle, wird die Position automatisch liquidiert, also zwangsverkauft, um die Verleiher abzusichern.
Die Kehrseite für den Kreditnehmer
Überbesicherung ist sicher für das Protokoll, aber kapitalintensiv für den Nutzer: Du musst mehr hinterlegen, als du leihst, dein Kapital ist also gebunden und arbeitet nicht voll. Zudem trägst du das Liquidationsrisiko: Fällt der Kurs deiner Sicherheit stark, kann sie zwangsverkauft werden, oft im ungünstigsten Moment. Wer DeFi-Kredite nutzt, sollte stets einen großen Sicherheitspuffer einplanen.
Überbesicherung ist der Grund, warum DeFi-Kredite ohne Bank funktionieren, aber sie verlagert das Risiko auf dich. Behalte deinen Besicherungsgrad immer im Auge und plane einen großzügigen Puffer ein, damit ein normaler Kursrückgang nicht gleich zur Liquidation führt. Im volatilen Krypto-Markt sind enge Besicherungen brandgefährlich. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet overcollateralized (überbesichert)?
Overcollateralized (überbesichert) bedeutet, dass für einen Kredit mehr Sicherheit hinterlegt wird, als der Kredit wert ist. Das ist das Grundprinzip der meisten DeFi-Kredite: Wer sich 100 Euro leihen will, hinterlegt etwa 150 Euro in Krypto. Diese Überbesicherung macht Kredite ohne Bonitätsprüfung erst möglich.
Warum sind DeFi-Kredite überbesichert?
Weil ein Lending-Protokoll seine Kreditnehmer nicht kennt und ihre Kreditwürdigkeit nicht prüfen kann. Statt auf Vertrauen setzt es auf Sicherheiten: Solange das Pfand deutlich mehr wert ist als der Kredit, ist das Protokoll geschützt. Fällt der Wert unter eine Schwelle, wird die Position automatisch liquidiert.
Welches Risiko hat Überbesicherung für mich?
Du musst mehr hinterlegen, als du leihst, dein Kapital ist also gebunden. Zudem trägst du das Liquidationsrisiko: Fällt der Kurs deiner Sicherheit stark, kann sie zwangsverkauft werden, oft im ungünstigsten Moment. Wer DeFi-Kredite nutzt, sollte den Besicherungsgrad im Auge behalten und einen großen Puffer einplanen.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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