ETHZilla hat seine Ethereum-Treasury-Strategie aufgegeben und sich neu positioniert – nachdem der Aktienkurs um über 90 Prozent eingebrochen war und Investoren massiv abgesprungen sind.
Was genau passiert ist
ETHZilla, bislang als Ethereum-Treasury-Unternehmen positioniert, hat das Label offiziell gestrichen. Das Unternehmen verkaufte einen Großteil seiner ETH-Bestände und distanziert sich damit von der Strategie, die einst als Vorbild für MicroStrategy im Bitcoin-Bereich dienen sollte.
Der Kursverlauf der Aktie war dramatisch: Von Höchstständen im Sommer 2024 fiel der Wert um über 90 Prozent. Investoren verloren das Vertrauen, nachdem das Unternehmen wiederholt Kapital aufgenommen und ETH zu sinkenden Kursen verkauft hatte.
Warum das wichtig ist
Der ETHZilla-Kollaps markiert einen Wendepunkt für Krypto-Treasury-Strategien an der Börse. Während MicroStrategy mit seiner Bitcoin-Strategie weiterhin Kapital anzieht, scheiterte das Ethereum-Pendant offenkundig an der Marktrealität.
Der Ethereum-Kurs notiert aktuell bei €1.757 – ein Plus von 8,4 Prozent in 24 Stunden, aber immer noch 64 Prozent unter dem Allzeithoch von November 2021. Der Fear & Greed Index bei 11 signalisiert weiterhin extreme Angst am Markt.
Wichtig: Treasury-Strategien mit Kryptowährungen bergen ein systematisches Risiko: Bei fallenden Kursen müssen Unternehmen oft Aktien ausgeben, um Verluste zu decken – was bestehende Aktionäre weiter entwertet.
Die Zahlen hinter dem Kollaps
ETHZilla hatte im Juni 2024 noch 847 ETH in seiner Treasury gehalten, was damals einem Wert von rund 3,2 Millionen Euro entsprach. Bis Dezember 2024 schmolz der Bestand auf unter 120 ETH – ein Verkauf von 85 Prozent der Reserven innerhalb von nur sechs Monaten.
Die Marktkapitalisierung brach von 45 Millionen Euro im August 2024 auf aktuell 4,2 Millionen Euro ein. Das entspricht einem Verlust von 90,7 Prozent. Im Vergleich dazu verlor MicroStrategy im selben Zeitraum lediglich 12 Prozent an Börsenwert – trotz deutlicher Bitcoin-Kursrückgänge.
Strukturelle Unterschiede: Bitcoin vs. Ethereum Treasury
Die Treasury-Strategie von MicroStrategy profitiert von der relativen Stabilität von Bitcoin als digitales Gold. Ethereum dagegen ist ein technologiegetriebenes Ökosystem mit Smart Contracts, DeFi-Anwendungen und ständigen Upgrades wie dem Fusaka-Update im Dezember 2025.
Diese Komplexität macht ETH schwerer als reine Wertaufbewahrung. Zudem fehlt Ethereum die klare regulatorische Einordnung als Commodity, die Bitcoin in den USA mittlerweile genießt. Diese Unsicherheit belastet institutionelle Treasury-Investments zusätzlich.
Die Zahlen hinter dem Kollaps
ETHZilla hatte im Juni 2024 noch 847 ETH in seiner Treasury gehalten, was damals einem Wert von rund 3,2 Millionen Euro entsprach. Bis Dezember 2024 schmolz der Bestand auf unter 120 ETH – ein Verkauf von 85 Prozent der Reserven innerhalb von nur sechs Monaten.
Die Marktkapitalisierung brach von 45 Millionen Euro im August 2024 auf aktuell 4,2 Millionen Euro ein. Das entspricht einem Verlust von 90,7 Prozent. Im Vergleich dazu verlor MicroStrategy im selben Zeitraum lediglich 12 Prozent an Börsenwert – trotz deutlicher Bitcoin-Kursrückgänge.
Strukturelle Unterschiede: Bitcoin vs. Ethereum Treasury
Die Treasury-Strategie von MicroStrategy profitiert von der relativen Stabilität von Bitcoin als digitales Gold. Ethereum dagegen ist ein technologiegetriebenes Ökosystem mit Smart Contracts, DeFi-Anwendungen und ständigen Upgrades wie dem Fusaka-Update im Dezember 2025.
Diese Komplexität macht ETH schwerer als reine Wertaufbewahrung. Zudem fehlt Ethereum die klare regulatorische Einordnung als Commodity, die Bitcoin in den USA mittlerweile genießt. Diese Unsicherheit belastet institutionelle Treasury-Investments zusätzlich.
Einordnung
ETHZilla war nie wirklich MicroStrategy für Ethereum. Während Michael Saylor bei MicroStrategy konsequent auf Bitcoin setzt und selbst bei Kursrückgängen nachkauft, agierte ETHZilla reaktiv und verkaufte bei sinkenden Kursen.
Die Strategie litt unter einem strukturellen Problem: Ethereum generiert keine direkte Cashflow-Rendite für Treasury-Holder, im Gegensatz zu Staking-Einnahmen, die aber wiederum regulatorisch komplex sind. Das Unternehmen konnte die operativen Kosten nicht durch ETH-Wertsteigerung decken, als der Markt drehte.
„Der Rückzug von ETHZilla zeigt, dass Treasury-Strategien nicht kopierbar sind. Was bei Bitcoin funktioniert, muss bei Ethereum nicht funktionieren – die Volatilitätsprofile und regulatorischen Rahmenbedingungen unterscheiden sich fundamental."
— Marktanalyse Decrypt, Januar 2025
Was du jetzt wissen solltest
Für Einsteigerinnen im Krypto-Markt lassen sich aus dem ETHZilla-Debakel konkrete Lehren ziehen:
- Trenne Unternehmensaktien von der Kryptowährung selbst. ETHZilla-Aktien sind kein Ethereum-Investment – sie tragen zusätzliche Unternehmensrisiken.
- Staking ist keine Garantie. Selbst wenn ETH gestaked wird, bleibt das Preisrisiko. Die Rendite aus Staking reicht bei Kursverlusten von 50+ Prozent nicht zur Kompensation.
- Regulatorische Unsicherheit ist ein Preisfaktor. Ethereum-ETFs in den USA ziehen institutionelles Kapital an, aber Treasury-Strategien von Unternehmen stehen unter besonderer regulatorischer Beobachtung.
- Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature – mit Risiken. Wer Krypto als Treasury-Reserve hält, muss Cashflow-Reserven für Bärenmärkte vorhalten. ETHZilla hatte diese Puffer offenbar nicht.
- Prüfe die Wallet-Strategie. Für echtes ETH-Investment ist Self-Custody in einer Hardware-Wallet oft sicherer als Aktien eines Krypto-Unternehmens.
Häufige Fragen
Was ist ein Krypto-Treasury-Unternehmen?
Ein Treasury-Unternehmen hält Kryptowährungen als Hauptbestandteil seiner Bilanzreserven – ähnlich wie traditionelle Firmen Bargeld oder Anleihen halten. Bekanntestes Beispiel ist MicroStrategy mit Bitcoin. Die Strategie setzt auf langfristige Wertsteigerung, birgt aber hohe Volatilität und regulatorische Risiken.
Warum ist ETHZilla gescheitert, MicroStrategy aber nicht?
MicroStrategy folgt einer disziplinierten Langfriststrategie mit Bitcoin und kauft selbst bei Kursrückgängen nach. ETHZilla agierte reaktiv, verkaufte bei sinkenden Kursen und konnte operative Kosten nicht decken. Zudem unterscheiden sich Bitcoin und Ethereum in Volatilität, regulatorischer Klarheit und institutioneller Akzeptanz deutlich.
Sollte ich Ethereum-Aktien oder direkt ETH kaufen?
Direkter ETH-Besitz in einer eigenen Wallet eliminiert das Kontrahentenrisiko von Unternehmensaktien. Bei Aktien wie ETHZilla trägst du zusätzliche Risiken: Management-Entscheidungen, regulatorische Probleme, Kapitalerhöhungen. Für reines Ethereum-Exposure ist direkter Kauf auf einer Börse mit anschließendem Transfer in eine Hardware-Wallet oft die sicherere Wahl.
Quelle: Decrypt Weitere Infos: Bitvavo Erfahrungen, Ethereum Fusaka Upgrade (Dezember 2025) - Das Wichtigste im Überblick

