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VeryAI sammelt 10 Mio. USD für Palm-Scan-ID auf Solana ein

News6 Min. Lesezeit
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
VeryAI sammelt 10 Mio. USD für Palm-Scan-ID auf Solana ein

VeryAI hat 10 Millionen Dollar von namhaften Investoren eingesammelt, um ein palm-basiertes Identitätssystem auf Solana zu entwickeln. Das System soll AI-generierte Fake-Accounts erkennen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer durch dezentrale Verifikation schützen.

10 Mio. USD
Finanzierungsvolumen
Polychain
Lead-Investor
Solana
Blockchain

Was genau passiert ist

VeryAI, ein Startup im Bereich dezentraler Identitätslösungen, hat eine Seed-Finanzierungsrunde, also eine frühe Investorenrunde, über 10 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Als Lead-Investor fungiert Polychain Capital, ein bekanntes Krypto-Venture-Capital-Unternehmen. Weitere Beteiligte sind Foresight Ventures, Nomad Capital und Symbolic Capital.

Die Technologie basiert auf Zero-Knowledge-Proofs, einer kryptographischen Methode, die es ermöglicht, die Echtheit einer Person zu bestätigen, ohne sensible Daten preiszugeben. Dabei wird ein mathematischer Hash des Palm-Venen-Musters erstellt und verschlüsselt auf der Solana-Blockchain hinterlegt. Smart Contracts übernehmen dabei die Verifikation, sodass keine zentrale Instanz Zugriff auf die biometrischen Rohdaten erhält.

Das Unternehmen entwickelt ein biometrisches Verifikationssystem, das Palm-Venen-Scans nutzt, um echte Menschen von AI-generierten Accounts zu unterscheiden. Die Technologie kommt ohne die Speicherung persönlicher Daten auf zentralen Servern aus. Stattdessen erfolgt die Verifikation Onchain, also direkt auf der Blockchain, wobei sensible biometrische Informationen verschlüsselt bleiben.

  • Polychain Capital: Bekannter Krypto-Investor mit Fokus auf Web3-Infrastruktur
  • Foresight Ventures: Asiatisches Venture-Capital-Unternehmen mit Blockchain-Schwerpunkt
  • Nomad Capital & Symbolic Capital: Spezialisierte Krypto-Fonds

Das Startup verfolgt einen Mobile-First-Ansatz, da Smartphones mittlerweile Standard in allen Bevölkerungsschichten sind. Die Kamera-Technologie moderner Handys ermöglicht bereits infrarotbasierte Scans, die für die Venenerkennung notwendig sind. Dies unterscheidet sich fundamental von hardware-intensiven Ansätzen, die zusätzliche Gerätekäufe erfordern.

Das System ist für Smartphones konzipiert und soll zunächst im eigenen Ökosystem von VeryAI zum Einsatz kommen. Später ist eine Integration in andere Krypto-Plattformen und dezentrale Anwendungen, sogenannte dApps, geplant.

Warum das wichtig ist

Das Problem sogenannter Sybil-Attacken, also Angriffe durch massenhaft erstellte Fake-Identitäten, wächst mit dem Fortschritt Künstlicher Intelligenz. Krypto-Plattformen stehen vor der Herausforderung, echte Nutzer von Bots zu unterscheiden, ohne dabei die Privatsphäre zu gefährden.

Besonders bei DeFi-Protokollen und Governance-Systemen machen sich sogenannte Airdrop-Farmer breit. Diese Akteure erstellen Tausende Wallet-Adressen, um Token-Verteilungen zu manipulieren und Belohnungen unverhältnismäßig abzuschöpfen. Solche Angriffe untergraben das Prinzip der fairen Verteilung und schädigen die Community-Struktur dezentraler Projekte.

Bei Staking-Mechanismen und DAO-Abstimmungen entscheidet oft die Anzahl der Token über das Stimmgewicht. Ohne Verifikation konzentrieren sich Entscheidungsmacht und Belohnungen in den Händen weniger Akteure, die ihre Macht durch Fake-Accounts vervielfachen. Eine zuverlässige Personenverifikation würde hier das Prinzip "one person, one vote" stärken und die Demokratisierung dezentraler Strukturen fördern.

VeryAI positioniert sich hier als Alternative zu bestehenden Lösungen wie Worldcoin, dem Projekt von OpenAI-Gründer Sam Altman. Während Worldcoin Iris-Scans verwendet und dafür spezielle Hardware-Terminals benötigt, setzt VeryAI auf Palm-Venen-Erkennung via Standard-Smartphones. Dies senkt die Einstiegshürde für Nutzer erheblich.

Im Gegensatz zu zentralisierten Identitätslösungen aus dem Web2-Bereich behält der Nutzer bei VeryAI die Hoheit über seine Daten. Die Verifikation erfolgt über dezentrale Identifier (DIDs), die nicht mit persönlichen Informationen wie Namen oder Adressen verknüpft sind. Dies entspricht dem Krypto-Grundsatz der Self-Sovereign Identity, bei dem Individuen ihre digitale Identität selbst kontrollieren.

Wichtig: Biometrische Daten sind hochsensibel und nicht änderbar. Während VeryAI verspricht, dass keine Rohdaten gespeichert werden, bleibt das grundlegende Risiko einer Kompromittierung bestehen. Ein Datenleck bei biometrischen Systemen kann nicht durch Passwort-Änderungen korrigiert werden.

Einordnung

Aus meiner Sicht adressiert VeryAI ein echtes Problem im Krypto-Space. Die zunehmende Verbreitung Künstlicher Intelligenz macht traditionelle CAPTCHAs und verhaltensbasierte Bot-Erkennung zunehmend wirkungslos. Eine verlässliche Mensch-nachweis-Lösung, die gleichzeitig datenschutzfreundlich ist, könnte für viele DeFi-Protokolle und Governance-Systeme relevant werden.

Neben Worldcoin gibt es weitere etablierte Anbieter wie Civic, BrightID oder Gitcoin Passport, die unterschiedliche Verifikationsmethoden nutzen. Während Civic eher traditionelle Identitätsprüfungen bevorzugt und BrightID auf soziale Graphen setzt, positioniert sich VeryAI als technologisch fortgeschrittene Alternative mit höherer Fälschungssicherheit durch biometrische Einzigartigkeit.

Investoren wie Polychain Capital setzen bei VeryAI auf das Geschäftsmodell der Infrastruktur-Ebene. Ähnlich wie Ethereum-Validatoren oder Mining-Pools bei Bitcoin könnten Betreiber von Verifikationsknoten zukünftig durch Transaktionsgebühren oder Token-Belohnungen partizipieren. Das 10-Millionen-Dollar-Investment signalisiert Vertrauen in die langfristige Nachfrage nach dezentralen Identitätslösungen.

  • Chancen: Niedrigere Einstiegshürden als Hardware-basierte Lösungen, Onchain-Privatsphäre, Echtzeit-Verifikation
  • Risiken: Biometrische Daten sind irreversibel, Konkurrenz durch etablierte Anbieter, Abhängigkeit von der Solana-Blockchain

Die Wahl Solanas als Blockchain-Infrastruktur ist strategisch clever. Solana gilt als besonders schnell und kostengünstig, was für Anwendungen mit potenziell Millionen Verifikationstransaktionen entscheidend ist. Allerdings bindet sich VeryAI damit auch an ein einzelnes Ökosystem, was technologische Risiken birgt, sollte Solana technische Probleme erleben.

Die Abhängigkeit von einer einzelnen Blockchain birgt jedoch Risiken. Solana hatte in der Vergangenheit wiederholt Ausfälle und Netzwerküberlastungen, die Transaktionen unmöglich machten. Für ein Identitätssystem, das potenziell Millionen Nutzer bei zeitkritischen Verifikationen bedienen muss, stellt die Netzwerkstabilität eine entscheidende infrastrukturelle Voraussetzung dar.

Was du jetzt wissen solltest

VeryAI ist noch im Entwicklungsstadium. Das Produkt ist noch nicht öffentlich verfügbar, weshalb Spekulationen auf den Token oder das Projekt frühzeitig sind. Beobachte die Entwicklung im Bereich dezentraler Identitäten, sogenannter DID-Systeme. Diese Technologie könnte langfristig wichtig für Airdrops, Governance-Abstimmungen und sichere DeFi-Protokolle werden.

Konkrete Einsatzgebiete könnten beispielsweise faire Airdrop-Mechanismen bei neuen Token-Ausgaben sein, bei denen jede verifizierte Person nur eine Berechtigung erhält. Auch im GameFi-Bereich, wo Spieler echte Assets besitzen, könnte VeryAI Cheating durch Multiple-Accounts unterbinden. SocialFi-Plattformen, die auf echte menschliche Interaktion setzen, würden ebenfalls von einer zuverlässigen Bot-Filterung profitieren.

Prüfe bei bestehenden Projekten mit ähnlicher Technologie wie Worldcoin kritisch, wie sie mit deinen Daten umgehen. Biometrische Daten sind besonders schützenswert und sollten nur dann preisgegeben werden, wenn du das Nutzen-Risiko-Verhältnis sorgfältig abgewogen hast. Für die sichere Aufbewahrung deiner bestehenden Krypto-Assets empfiehlt sich ein Hardware-Wallet wie Ledger oder BitBox02, das deine privaten Schlüssel offline schützt.

Als Nutzerin solltest du dich fragen, ob der Nutzen einer Teilnahme an VeryAI-Projekten das Risiko einer biometrischen Datenweitergabe rechtfertigt. Prüfe stets die Datenschutzrichtlinien und ob du jederzeit die Löschung deiner Verifikationsdaten beantragen kannst. Bei Zweifeln ist es ratsam, auf etablierte Verifikationsmethoden wie Hardware-Wallets oder Multi-Sig-Lösungen auszuweichen, die keine biometrischen Daten erfordern.

Nutze für deine Krypto-Investments nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Neue Technologien wie VeryAI sind spannend, aber noch unerprobt. Solana profitiert indirekt von solchen Innovationen, da die Blockchain sich zunehmend als Infrastruktur für reale Anwendungsfälle jenseits reiner Spekulation positioniert. Weitere Infos: MissCrypto — Krypto für Frauen, Bitvavo Erfahrungen, Krypto News

Merke: Relevanz entsteht erst dann, wenn sich das Signal im Marktverhalten und in der Positionierung bestätigt.

Häufige Fragen

Was ist VeryAI?

VeryAI ist ein Krypto-Startup, das ein biometrisches Identitätssystem entwickelt. Das Unternehmen nutzt Palm-Venen-Scans, um echte Menschen von AI-generierten Accounts zu unterscheiden, und setzt dabei auf die Solana-Blockchain für die Verifikation.

Was unterscheidet VeryAI von Worldcoin?

Während Worldcoin Iris-Scans mit spezieller Hardware erfasst, setzt VeryAI auf Palm-Venen-Erkennung über Standard-Smartphones. VeryAI verzichtet zudem auf zentrale Datenspeicherung und nutzt Onchain-Verifikation, was den Datenschutzaspekt betonen soll.

Was sind Sybil-Attacken?

Sybil-Attacken sind Angriffe auf Netzwerke, bei denen ein Akteur massenhaft Fake-Identitäten erstellt, um das System zu manipulieren. Im Krypto-Bereich gefährden sie Abstimmungsmechanismen bei Governance-Entscheidungen und faire Token-Verteilungen bei Airdrops.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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