Impermanent Loss: Ursache, Beispiel, Gegenmaßnahmen
Warum Liquiditätsanbieter durch auseinanderlaufende Preise verlieren, wie groß der Effekt wird und wie Gebühren und Stablecoin-Paare gegensteuern
Definition
Impermanent Loss beschreibt den Wertnachteil, der bei Liquiditätsbereitstellung in einem Pool entstehen kann, wenn sich die Preise der hinterlegten Assets stark verändern.
Impermanent Loss (unbeständiger Verlust) ist ein Risiko, das Liquiditätsanbieter in einem Liquidity Pool tragen. Er entsteht, wenn sich die Preise der eingezahlten Token auseinanderentwickeln, und beschreibt den Wertnachteil gegenüber dem einfachen Halten der Coins. „Impermanent“ heißt er, weil sich der Verlust zurückbilden kann, solange er nicht durch Abheben realisiert wird.
Warum Impermanent Loss entsteht
Dezentrale Börsen nutzen einen Automated Market Maker (AMM), der das Verhältnis der beiden Token im Pool konstant hält. Steigt der Preis eines Tokens, gleicht der Mechanismus das aus, indem er von diesem Token verkauft und vom anderen nachkauft. Als Liquiditätsanbieter sitzt du am Ende auf mehr von der schwächeren und weniger von der stärkeren Münze, dein Anteil ist dann weniger wert, als wenn du beide einfach gehalten hättest.
Ein Beispiel
Du zahlst ETH und einen Stablecoin in einen Pool ein. Verdoppelt sich der ETH-Preis, verkauft der AMM einen Teil deiner ETH automatisch in den Stablecoin. Beim Abheben hast du dadurch weniger ETH als zuvor, dein Gesamtwert liegt unter dem, was reines Halten gebracht hätte. Diese Differenz ist der Impermanent Loss. Je stärker die Preise auseinanderlaufen, desto größer fällt er aus.
Wie man Impermanent Loss reduziert
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Stablecoin-Paare | kaum Preisdivergenz, minimaler Verlust |
| Korrelierte Token | Paare, die sich ähnlich bewegen |
| Handelsgebühren | die verdienten Gebühren können den Verlust ausgleichen |
Entscheidend ist die Gesamtrechnung: Liquiditätsanbieter verdienen an den Handelsgebühren des Pools. Übersteigen diese Gebühren den Impermanent Loss, bleibt unterm Strich ein Gewinn. Genau das ist die Wette beim DeFi-Liquidity-Mining.
Lass dich von hohen Pool-Renditen nicht blenden, ohne den Impermanent Loss einzurechnen. Bei volatilen Paaren kann er die Gebühreneinnahmen schnell auffressen. Für Einsteiger sind Stablecoin-Pools deutlich gutmütiger, weil dort die Preise kaum auseinanderlaufen. Rechne immer Gebühren minus Impermanent Loss, nicht nur die beworbene Rendite.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Impermanent Loss?
Impermanent Loss ist der Wertnachteil, den Liquiditätsanbieter in einem Liquidity Pool gegenüber dem einfachen Halten der Token erleiden, wenn sich deren Preise auseinanderentwickeln. Er heißt „unbeständig“, weil er sich zurückbilden kann, solange man die Liquidität nicht abzieht und den Verlust damit realisiert.
Warum entsteht Impermanent Loss?
Der Automated Market Maker hält das Verhältnis der Token im Pool konstant. Steigt der Preis eines Tokens, verkauft der Mechanismus davon und kauft den anderen nach. Als Liquiditätsanbieter hast du am Ende mehr von der schwächeren und weniger von der stärkeren Münze, dein Anteil ist dann weniger wert als beim reinen Halten.
Wie vermeide ich Impermanent Loss?
Ganz vermeiden lässt er sich bei volatilen Paaren nicht, aber reduzieren: durch Stablecoin-Paare mit kaum Preisdivergenz oder durch Token, die sich ähnlich bewegen. Entscheidend ist die Gesamtrechnung, denn die Handelsgebühren des Pools können den Impermanent Loss ausgleichen. Erst wenn die Gebühren ihn übersteigen, bleibt ein Gewinn.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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