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Was ist Impermanent Loss?

Impermanent Loss einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-22|4 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Impermanent Loss einfach erklärt ➜ Temporärer Wertverlust bei Liquiditätsbereitstellung in DeFi. Verstehe Risiken & Chancen für dein Krypto-Investment.

Impermanent Loss, oft als „temporärer Verlust“ übersetzt, ist ein zentrales Konzept für alle, die Liquidität in dezentralen Finanzprotokollen (DeFi) bereitstellen möchten. Er beschreibt den Wertverlust, der entsteht, wenn die Preise der in einem Liquiditätspool hinterlegten Krypto-Assets sich im Verhältnis zueinander ändern. Das Verständnis dieses Phänomens ist entscheidend für eine fundierte Risikobewertung bei der Teilnahme an DeFi-Projekten.

Wie funktioniert Impermanent Loss?

Stell dir vor, Sie stellen zwei verschiedene Kryptowährungen, zum Beispiel Ethereum (ETH) und einen Stablecoin wie DAI, in einem Liquiditätspool zur Verfügung. Ziel ist es, von den Handelsgebühren zu profitieren, die entstehen, wenn andere Nutzer diese Assets über den Pool tauschen. Impermanent Loss tritt auf, wenn sich das Preisverhältnis dieser Assets ändert.

Wenn der Preis von ETH steigt, werden Arbitrage-Händler diese Preisdifferenz zwischen dem Liquiditätspool und externen Börsen ausgleichen. Du kaufst das günstigere Asset im Pool (in diesem Fall ETH) und verkaufen es auf einer externen Börse, wodurch der Pool ständig neu gewichtet wird. Im Ergebnis halten Sie im Pool weniger von dem Asset, dessen Preis gestiegen ist, und mehr von dem Asset, dessen Preis gesunken ist oder stabil geblieben ist, als Sie ursprünglich eingezahlt hätten, um den Wert der Einlage konstant zu halten. Dieser „Verlust“ ist temporär, da er sich wieder auflösen kann, wenn die Preise zu ihrem ursprünglichen Verhältnis zurückkehren.

Wichtig: Impermanent Loss ist kein realisierter Verlust, solange die Liquidität nicht aus dem Pool abgezogen wird. Er wird erst dann „permanent“, wenn Sie Ihre Assets aus dem Pool entfernen.

Praxisbeispiel: Die Dynamik im Liquiditätspool

Nehmen ich an, Du möchtest Liquidität auf einer Plattform wie Uniswap bereitstellen. Du zahlst 1 ETH, der 2.000 € wert ist, und 2.000 DAI (ein Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt ist) in einen Liquiditätspool ein. Ihr anfänglicher Gesamtwert im Pool beträgt 4.000 €.

Einige Zeit später steigt der Preis von 1 ETH auf 3.000 €, während der DAI-Preis stabil bei 1 € bleibt. Durch die Mechanik des Pools und die Aktivitäten der Arbitrage-Händler wird der Pool so neu gewichtet, dass Sie nun etwa 0,816 ETH und 2.449 DAI im Pool hätten. Der Gesamtwert Ihrer Einlage im Pool wäre jetzt 0,816 * 3.000 € + 2.449 * 1 € = 2.448 € + 2.449 € = 4.897 €.

Hätten Sie die ursprünglichen 1 ETH und 2.000 DAI einfach gehalten (Hold-Strategie), wäre Ihr Gesamtwert 1 * 3.000 € + 2.000 * 1 € = 5.000 €. Der Impermanent Loss beträgt in diesem Fall 5.000 € - 4.897 € = 103 €. Dieser Betrag stellt den Unterschied dar, den Sie durch das Bereitstellen von Liquidität im Vergleich zum einfachen Halten der Assets verloren hätten. Dieser Verlust kann jedoch durch die gesammelten Handelsgebühren überkompensiert werden.

Relevanz 2026: Ein Blick in die Zukunft für DeFi-Nutzer

Anfang 2026 wird Impermanent Loss weiterhin ein zentrales Risiko für alle Liquiditätsanbieter in dezentralen Finanzprotokollen bleiben. Die Volatilität von Krypto-Assets ist ein inhärenter Bestandteil des Marktes, und so lange diese besteht, wird auch das Phänomen des Impermanent Loss relevant sein. Für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die aktiv in DeFi-Projekten wie Uniswap oder Bitvavo Liquidität bereitstellen, ist das Verständnis dieses Risikos unerlässlich für eine fundierte Anlagestrategie.

Es entwickeln sich jedoch auch neue Lösungsansätze und Protokolle, die darauf abzielen, diesen Verlust zu mindern. Dazu gehören Konzepte wie konzentrierte Liquidität, die es Anbietern ermöglicht, Liquidität in bestimmten Preisbereichen zu bündeln, oder spezielle Hedging-Strategien, die das Risiko von Preisbewegungen absichern. Auch verbesserte Algorithmen für Automated Market Maker (AMMs) könnten dazu beitragen, den Impermanent Loss zu reduzieren oder zumindest dessen Auswirkungen abzufedern.

Gut zu wissen: Hohe Handelsgebühren, die Sie als Liquiditätsanbieter verdienen, können den Impermanent Loss überkompensieren. Das bedeutet, selbst wenn ein Impermanent Loss auftritt, kannst du netto immer noch einen Gewinn erzielen.