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Was ist AMM?

AMM einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-22|7 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Automated Market Maker: Smart Contract, der Krypto-Handel über Liquiditätspools und Formeln ermöglicht.

Ein Automated Market Maker (AMM) revolutioniert den Handel mit Krypto-Assets, indem er auf Blockchain-Basis einen algorithmusbasierten Tausch ohne traditionelle Orderbücher ermöglicht. Diese dezentrale Technologie ist das Herzstück vieler DeFi-Anwendungen und bietet eine innovative Lösung für Liquidität auf Kryptomärkten, insbesondere für Frauen und Einsteiger, die sich oft von komplexen Börsensystemen abgeschreckt fühlen.

Wie funktioniert ein AMM?

Im Kern ersetzt ein AMM das klassische Orderbuch, bei dem Käufer und Verkäufer direkt zusammentreffen, durch sogenannte Liquiditätspools. Diese Pools sind Smart Contracts, die Paare von Krypto-Assets enthalten, beispielsweise ETH und DAI. Nutzer, die als Liquiditätsanbieter (LPs) fungieren, stellen deine Kryptowährungen diesen Pools zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie einen Anteil an den Handelsgebühren, die bei jedem Tausch innerhalb des Pools anfallen. Ein mathematischer Algorithmus, oft die Formel x*y=k (wobei x und y die Mengen der beiden Assets im Pool sind und k eine Konstante), bestimmt den Tauschkurs dynamisch. Ändert sich das Verhältnis der Assets im Pool durch Handel, passt sich der Kurs entsprechend an.

Wichtig: AMMs wie Uniswap ermöglichen den direkten Tausch von Krypto-Assets rund um die Uhr, ohne auf einen passenden Handelspartner warten zu müssen. Dies schafft eine hohe Liquidität, birgt aber auch Risiken wie den Impermanent Loss.

Diese Funktionsweise sorgt für eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Liquidität und macht den Handel auf dezentralen Börsen (DEXs) wie PancakeSwap oder Curve extrem effizient. Der Algorithmus sorgt dafür, dass immer ein Handel möglich ist, solange Liquidität im Pool vorhanden ist. Das schafft eine durchgehende Handelsmöglichkeit, die traditionelle Börsen ohne manuelle Market Maker nicht bieten können.

Die ständige Verfügbarkeit von Handelspaaren ist ein entscheidender Vorteil gegenüber zentralisierten Börsen (CEXs), bei denen die Liquidität von der Anzahl der aktiven Käufer und Verkäufer abhängt. AMMs eliminieren die Notwendigkeit eines direkten Gegenübers für jede Transaktion, was besonders für Nischen-Kryptowährungen mit geringem Handelsvolumen von Bedeutung ist. So können auch seltene Tokens gehandelt werden, die auf CEXs oft keine ausreichende Liquidität finden würden.

Arten von AMM-Algorithmen und ihre Besonderheiten

Neben der grundlegenden x*y=k-Formel, die als Constant Product Market Maker (CPMM) bekannt ist und von Uniswap v1 und v2 verwendet wird, existieren weitere AMM-Varianten. Der Constant Sum Market Maker (CSMM) nutzt die Formel x+y=k und ist ideal für Assets, die immer einen konstanten Wert zueinander haben sollten, wie Stablecoins. Er bietet jedoch keine unbegrenzte Liquidität bei großen Trades.

Der Constant Mean Market Maker (CMMM) verallgemeinert die CPMM-Formel und erlaubt Pools mit mehr als zwei Assets oder variablen Gewichtungen. Balancer ist ein prominentes Beispiel für diese Art von AMM. Eine weitere wichtige Entwicklung ist der StableSwap-Invariant von Curve Finance, der speziell für den Handel von Stablecoins und anderen Assets mit geringer Volatilität konzipiert wurde. Dieser Algorithmus minimiert Slippage bei großen Trades und ist daher besonders effizient für den Tausch von Stablecoins untereinander.

Jeder dieser Algorithmen hat spezifische Vor- und Nachteile, die sich auf die Slippage, die Effizienz der Liquiditätsnutzung und die Rentabilität für Liquiditätsanbieter auswirken. Die Wahl des passenden AMM-Typs hängt stark von den Eigenschaften der gehandelten Assets und den gewünschten Handelseigenschaften ab. Die Weiterentwicklung dieser Algorithmen ist entscheidend für die Optimierung der DeFi-Ökosystems.

AMM in der Praxis: Ein Tausch auf Uniswap

Stellen ich mir vor, du möchtest auf Uniswap, einer der bekanntesten DEXs, 1 ETH gegen DAI tauschen. Du interagierst dabei nicht mit einem Orderbuch oder einem anderen Händler, sondern direkt mit einem ETH/DAI-Liquiditätspool. Der AMM-Algorithmus analysiert das aktuelle Verhältnis von ETH und DAI in diesem Pool. Wenn du 1 ETH in den Pool gibst, wird der Algorithmus berechnen, wie viel DAI du dafür erhältst, basierend auf der Formel, die das Produkt der Asset-Mengen konstant hält. Dabei wird der Preis leicht angepasst, um die Balance im Pool wiederherzustellen. Für diesen Tausch fällt eine geringe Gebühr an, die direkt an die Liquiditätsanbieter des Pools ausgeschüttet wird. Dies ist ihr Anreiz, Liquidität bereitzustellen.

Gut zu wissen: Die Gebühren für einen Tausch auf einer AMM-basierten DEX sind oft niedriger als auf zentralisierten Börsen, da weniger Zwischenhändler involviert sind. Das macht AMMs attraktiv für häufige Trades.

Du bestätigst die Transaktion in deiner Wallet, und der Tausch wird direkt auf der Blockchain ausgeführt. Dieser Prozess ist transparent und nachvollziehbar. Die Einfachheit und Dezentralität dieses Vorgangs machen AMMs besonders für Einsteiger zugänglich, die sich zum ersten Mal mit DeFi beschäftigen. Für weitere Informationen zum Handel auf DEXs und ähnlichen Plattformen, schau dir auch meine Bitvavo Erfahrungen & Test an, um einen Vergleich zu zentralisierten Anbietern zu haben.

Die Transparenz eines AMM-basierten Tauschs bedeutet, dass jede Bewegung von Assets im Liquiditätspool öffentlich auf der Blockchain einsehbar ist. Dies erhöht das Vertrauen der Nutzer, da keine zentralisierte Entität die Kontrolle über die Gelder hat. Die Interaktion erfolgt direkt über Smart Contracts, was Manipulationen erschwert und die Integrität des Handelssystems gewährleistet.

Risiken und Herausforderungen von AMMs

Obwohl AMMs viele Vorteile bieten, sind sie nicht frei von Risiken. Das prominenteste Risiko für Liquiditätsanbieter ist der sogenannte Impermanent Loss. Dieser tritt auf, wenn sich der Preis der im Pool hinterlegten Assets im Vergleich zum Zeitpunkt der Einzahlung ändert. Wenn beispielsweise der Wert eines Assets im Pool stark steigt oder fällt, kann der Wert der hinterlegten Liquidität geringer sein, als wenn die Assets einfach gehalten worden wären. Dieser Verlust ist "impermanent", da er sich wieder ausgleichen kann, wenn die Preise zum ursprünglichen Verhältnis zurückkehren.

Ein weiteres Risiko ist Slippage, insbesondere bei großen Trades oder in Pools mit geringer Liquidität. Slippage beschreibt die Differenz zwischen dem erwarteten Preis eines Trades und dem tatsächlichen Preis, zu dem der Trade ausgeführt wird. Je geringer die Liquidität im Pool oder je größer der Handelsbetrag im Verhältnis zum Poolvolumen ist, desto höher kann die Slippage ausfallen. Dies kann zu unerwartet hohen Kosten für den Händler führen.

Smart Contract-Risiken sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Da AMMs auf Smart Contracts basieren, können Bugs oder Schwachstellen im Code zu Hacks oder dem Verlust von Geldern führen. Obwohl viele Protokolle Audits durchführen lassen, besteht immer ein Restrisiko. Nutzer sollten sich daher stets über die Sicherheitslage der von ihnen genutzten AMM-Plattformen informieren und nur vertrauenswürdige Protokolle verwenden.

Die Relevanz von AMMs im Jahr 2026 und im DACH-Raum

AMMs sind und bleiben die fundamentale Infrastruktur für den Handel auf dezentralen Börsen. Im Jahr 2026 sehen ich eine fortgesetzte Dominanz dieser Technologie, ergänzt durch signifikante Optimierungen. Konzepte wie konzentrierte Liquidität, die es Liquiditätsanbietern ermöglicht, ihre Mittel in bestimmten Preisbereichen zu bündeln, minimieren den Impermanent Loss und erhöhen die Kapitaleffizienz. Auch verbesserte Mechanismen zur Absicherung gegen diesen temporären Verlust werden immer wichtiger. Diese Entwicklungen stärken die Attraktivität von AMMs für eine breitere Nutzerbasis.

Im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) wächst das Interesse an dezentralen Finanzdienstleistungen und dem Handel über DEXs stetig. AMMs sind hier die technologische Basis vieler innovativer Projekte und bieten eine Alternative zu traditionellen Banken und zentralisierten Krypto-Börsen. Die Benutzerfreundlichkeit und die Möglichkeit, selbst Liquidität bereitzustellen und daran zu verdienen, sind entscheidende Faktoren für die Akzeptanz. Plattformen wie Bitvavo bieten einen guten Einstiegspunkt, um erste Erfahrungen mit dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zu sammeln, bevor man sich an komplexere AMM-Systeme wagt.

Die regulatorische Landschaft im DACH-Raum entwickelt sich ebenfalls weiter, was die Akzeptanz von DeFi-Anwendungen beeinflussen wird. Eine klare Regulierung könnte das Vertrauen der institutionellen Anleger stärken und die Nutzung von AMMs weiter vorantreiben. Gleichzeitig müssen sich AMM-Protokolle an potenzielle Compliance-Anforderungen anpassen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Integration von AMMs in traditionelle Finanzdienstleistungen, beispielsweise durch Tokenisierung von Real World Assets (RWA), könnte ebenfalls ein wichtiger Trend für die Zukunft sein.

Die Bildung und Aufklärung der Nutzer, insbesondere von Frauen und Einsteiger, spielt eine zentrale Rolle, um die Vorteile und Risiken von AMMs verständlich zu machen. MissCrypto.de setzt hier an, um fundiertes Wissen bereitzustellen und den Zugang zu diesen innovativen Finanzinstrumenten zu erleichtern. Nur durch umfassende Information kann das volle Potenzial von AMMs ausgeschöpft und eine breitere Akzeptanz erreicht werden.

Vorteile von AMMs & Nachteile von AMMs

Vorteile von AMMs

  • +24/7 dezentraler Handel ohne Mittelsmänner
  • +Hohe Liquidität für Nischen-Assets
  • +Niedrigere Transaktionskosten im Vergleich zu CEXs (teilweise)
  • +Finanzielle Partizipation für Liquiditätsbereitsteller durch Gebühren

Nachteile von AMMs

  • -Risiko des Impermanent Loss für Liquiditätsbereitsteller
  • -Preisschwankungen durch Slippage bei großen Trades
  • -Komplexität für Einsteiger bei der Liquiditätsbereitstellung
  • -Anfälligkeit für Smart-Contract-Risiken

Fun Fact

Der erste AMM, Uniswap, wurde 2018 von Hayden Adams als Proof-of-Concept für Ethereum entwickelt, inspiriert von einem Reddit-Post von Vitalik Buterin.