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Was ist Debt (Schulden)?

Debt (Schulden) einfach erklärt

Grundlagen
Aktualisiert: 2026-02-28|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Der Nutzer möchte eine präzise Definition für "Debt (Schulden)" im Krypto-Kontext. Die Anforderungen sind: - Maximal 160 Zeichen - 1-2 Sätze - Für Einsteiger...

Debt bezeichnet geliehenes Kapital, das durch Krypto besichert wird. Anleger nutzen Kredite, ohne Coins zu verkaufen.

Wie funktioniert Debt (Schulden)?

Bei Krypto-Lending hinterlegst du Bitcoin oder Ethereum als Sicherheit bei einer Plattform. Du erhältst im Gegenzug Euro oder Stablecoins ausgezahlt. Der entscheidende Vorteil gegenüber einem Verkauf: Du verpfändest die Assets nur, ohne das Eigentum zu übertragen.

Das BMF-Schreiben vom Mai 2022 stellt eindeutig fest, dass eine Verpfändung keine steuerpflichtige Veräußerung darstellt. Das Finanzamt erfasst den Vorgang nicht als Realisierung von Gewinnen. Du behältst also die Kryptowährung samt aller Kurschancen.

Wichtig: Bei Insolvenz der Plattform greift kein gesetzlicher Einlagenschutz. Deine Kryptowährungen unterliegen dann dem Insolvenzverfahren ohne Entschädigungsanspruch.

Der Loan-to-Value-Ratio (LTV) gibt das Verhältnis von Kreditsumme zu Sicherheitenwert an. Üblich sind 25 bis 50 Prozent. Fällt der Kurs deiner Sicherheit unter eine kritische Schwelle, löst der Smart Contract eine automatische Liquidation aus. Die Plattform verkauft deine Coins, um den Kredit zu decken.

MiCA schreibt für Krypto-Kreditvergabe seit 2026 eine CASP-Lizenz vor. Anbieter müssen strenge Kapitalsicherungs- und Organisationspflichten erfüllen. Nur bei bei der BaFin registrierten Plattformen besteht eine minimale regulatorische Absicherung.

Praxisbeispiel: Liquidität ohne Steuerfall

Stell dir vor, du besitzt Bitcoin im Wert von 50.000 Euro. Bei Bitpanda Erfahrungen zeigt sich, dass regulierte Anbieter transparente Konditionen bieten. Du hinterlegst die Coins als Sicherheit und erhältst einen Kredit über 25.000 Euro auf dein Bankkonto ausgezahlt.

Das Besondere an dieser Konstruktion: Du löst keine Steuerpflicht aus. Da du die Bitcoin nicht verkaufst, sondern nur verpfändest, bleiben mögliche Kursgewinne steuerlich unberührt. Du behältst das volle Exposure gegenüber dem Markt.

Gut zu wissen: Traditionelle Lombardkredite bei Banken bieten niedrigere Zinsen, erfordern aber eine aufwändige Bonitätsprüfung. DeFi-Varianten arbeiten ohne KYC, setzen dafür aber auf algorithmische Liquidationen.

Die Zinskosten liegen bei Krypto-Lending meist zwischen fünf und zwölf Prozent jährlich. Bei Bitpanda variieren die Sätze je nach Loyalitätsstufe und gewährtem LTV. Du nutzt das Geld für Renovierungen oder neue Investments, während deine Bitcoin weiterhin dir gehören.

Allerdings birgt das Modell Risiken. Sinkt der Bitcoin-Kurs auf 30.000 Euro, erreicht der LTV kritische 83 Prozent. Die Plattform liquidiert automatisch, um ihre Forderung zu sichern. Du verlierst deine Sicherheit, behältst aber den Kreditbetrag.

Debt im DACH-Raum: Regulierung 2026

Deutschland fungiert im DACH-Vergleich als Vorreiter bei der Krypto-Aufsicht. Die BaFin implementierte die MiCA-Vorgaben für Crypto-Lending bereits vollständig in nationales Recht. Anbieter benötigen eine CASP-Lizenz und unterliegen strengen Governance-Anforderungen.

Österreich und die Schweiz behandeln Krypto-Lombardkredite steuerlich ähnlich wie Deutschland. Allerdings gelten dort unterschiedliche Lizenzanforderungen für Plattformbetreiber. Die Schweiz verlangt eine Bankenlizenz ab bestimmten Volumina, während Österreich an EU-Standards anknüpft.

Bitvavo Erfahrungen & Test belegt, dass auch niederländische Anbieter den strengen EU-Standards genügen. Seit 2026 müssen alle institutionellen Plattformen Kundengelder in separaten Treuhandkonten führen. Diese Trennung mindert das Insolvenzrisiko, ersetzt aber keinen staatlichen Einlagenschutz.

Anleger sollten vor Kreditaufnahme prüfen, ob der Anbieter eine gültige CASP-Erlaubnis besitzt. Nur dann gelten die neuen Anlegerschutzvorschriften. Unlizenzierte DeFi-Protokolle operieren außerhalb dieses Rahmens und bieten keine regulatorische Rückfallebene.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Steuerfreie Liquiditätsbeschaffung ohne Verkauf
  • +Keine Bonitätsprüfung bei DeFi-Varianten
  • +Schnelle Auszahlung oft innerhalb 24 Stunden

Nachteile

  • -Kein Einlagenschutz bei Insolvenz
  • -Risiko der automatischen Liquidation bei Kursstürzen

Fun Fact

Das BMF bestätigte 2022, dass Verpfändung keine Steuerpflicht auslöst – anders als beim Verkauf.