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Was ist Arbitrage?

Arbitrage einfach erklärt

trading
Aktualisiert: 2026-02-22|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Arbitrage ist das Ausnutzen von Preisunterschieden desselben Krypto-Assets an verschiedenen Börsen, um risikofreie Ge...

Arbitrage ist eine Handelsstrategie, die darauf abzielt, minimale Preisunterschiede desselben Krypto-Assets an verschiedenen Börsen oder Märkten auszunutzen. Ziel ist es, diese Preisdiskrepanzen für einen risikofreien Gewinn zu nutzen. Diese Strategie ist besonders im volatilen Kryptomarkt relevant, wo Preise schnell variieren können. Sie erfordert eine schnelle Ausführung und ein tiefes Verständnis der Marktmechanismen.

Wichtig: Obwohl Arbitrage als risikofrei bezeichnet wird, birgt sie im Kryptobereich dennoch Risiken wie Transaktionsgebühren, Slippage und schnelle Preisänderungen. Auch technische Probleme bei der Ausführung oder unerwartete Volatilität können zu Verlusten führen.

Wie funktioniert Arbitrage im Kryptomarkt?

Die grundlegende Idee der Arbitrage ist einfach: Ein Anleger kauft ein Krypto-Asset auf einer Börse zu einem niedrigeren Preis und verkauft es sofort auf einer anderen Börse zu einem höheren Preis. Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz abzüglich der Transaktionsgebühren. Im Kryptomarkt erfordert dies oft hohe Geschwindigkeiten, da Preisunterschiede durch automatisierte Handelsbots schnell ausgeglichen werden. Manuelle Arbitrage ist selten effektiv, da die Fenster für profitable Trades extrem kurz sind. Dies liegt an der globalen Vernetzung und der Effizienz der Märkte.

Es gibt verschiedene Arten der Arbitrage. Dazu gehört die räumliche Arbitrage (zwischen verschiedenen Börsen), bei der Preisunterschiede auf geographisch getrennten Märkten genutzt werden. Eine weitere Form ist die dreieckige Arbitrage, bei der drei verschiedene Währungspaare auf einer oder mehreren Börsen gehandelt werden, um aus Wechselkursdiskrepanzen Kapital zu schlagen. Beispielsweise könnte man Bitcoin in Ethereum, dann Ethereum in Tether und schließlich Tether zurück in Bitcoin tauschen, um einen kleinen Gewinn zu erzielen.

Praxisbeispiel und Relevanz in 2026

Stellen Sie sich vor, Du siehst, dass 1 Bitcoin (BTC) auf Börse A für 40.000 EUR gehandelt wird, während er auf Börse B für 40.050 EUR angeboten wird. Ein Arbitrage-Trader würde 1 BTC auf Börse A kaufen und ihn umgehend auf Börse B verkaufen. Nach Abzug von Transaktionsgebühren, beispielsweise 20 EUR insgesamt, verbleibt ein Gewinn von 30 EUR. Dieses Beispiel verdeutlicht das Prinzip. Solche Gelegenheiten sind jedoch oft nur für Millisekunden verfügbar.

Die Relevanz von Arbitrage in DACH-Regionen ist aufgrund geringerer Liquidität auf lokalen Börsen oft eingeschränkt, was größere Preisunterschiede erschwert. Professionelle Trader nutzen diese Strategie jedoch global, oft unter Einsatz von Hochfrequenzhandelssystemen, die tausende Transaktionen pro Sekunde ausführen können. Die Suche nach solchen Ineffizienzen ist ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit und andere Marktteilnehmer.

Gut zu wissen: Plattformen wie Bitvavo oder Bitpanda bieten Liquidität, die für Arbitrage-Strategien relevant sein kann, auch wenn die Preisunterschiede dort oft geringer sind. Diese Börsen sind zudem reguliert und bieten eine gewisse Sicherheit für Anleger.

Arbitrage-Potenzial in 2026 und Missverständnisse

Anfang 2026 nimmt das Potenzial für Arbitrage-Gewinne weiter ab. Die zunehmende Markteffizienz und die Konvergenz der Preise auf großen Börsen führen dazu, dass profitable Gelegenheiten seltener und kurzlebiger werden. Automatisierte Bots und Hochfrequenzhandel dominieren diesen Bereich und machen den Einstieg für Kleinanleger zunehmend schwierig. Dies erfordert erhebliche Investitionen in Infrastruktur und Algorithmen.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Arbitrage immer risikofrei sei oder dass manuelle Arbitrage im Kryptomarkt effektiv ist. Das Gegenteil ist der Fall: Auch wenn das Prinzip risikofrei erscheint, bergen technische Hürden wie API-Latenzen, Netzwerküberlastungen und unvorhergesehene Slippage Risiken. Die Notwendigkeit schneller Ausführung und die hohen Transaktionsgebühren können Gewinne schnell aufzehren. Zudem ist es unrealistisch, ohne spezialisierte Tools und Bots signifikante Gewinne zu erzielen.

Ein Bitvavo-Konto kann ein guter Startpunkt sein, um den Markt zu beobachten und ein Gefühl für die Preisdynamik zu entwickeln, auch wenn Arbitrage dort eine Herausforderung bleibt. Für ernsthafte Arbitrage-Strategien sind jedoch komplexere Setups und eine kontinuierliche Marktbeobachtung unerlässlich. Die Konkurrenz im Arbitrage-Bereich ist immens, was die Schwellen für Profitabilität ständig erhöht.

Vorteile der Arbitrage & Nachteile und Risiken der Arbitrage

Vorteile der Arbitrage

  • +Potenziell risikofreie Gewinne bei erfolgreicher Ausführung
  • +Nutzt Marktinneffizienzen aus
  • +Keine Marktrichtungsprognose erforderlich

Nachteile und Risiken der Arbitrage

  • -Hohe Geschwindigkeit und Automatisierung notwendig
  • -Transaktionsgebühren können Gewinne schmälern
  • -Slippage-Risiko bei großen Ordern
  • -Technische Probleme oder Verzögerungen können Verluste verursachen
  • -Geringes Potenzial für Kleinanleger

Fun Fact

Der Begriff 'Arbitrage' stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und bezog sich auf Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen.