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Was ist De-Pegging?

De-Pegging einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-28|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Der Nutzer möchte eine präzise Definition für "De-Pegging" im Krypto-Kontext auf Deutsch. Anforderungen: - Max. 160 Zeichen - 1-2 Sätze - Für Einsteiger vers...

De-Pegging bezeichnet den Verlust der Kursbindung eines Stablecoins an seinen Referenzwert, meist den US-Dollar.

Wie funktioniert De-Pegging?

Stablecoins sollen den Wert des US-Dollar oder Euro 1:1 abbilden. Diese Bindung nennt sich Peg. Bei De-Pegging bricht dieser Mechanismus zusammen.

Der Token fällt dauerhaft unter einen Dollar oder steigt darüber. Arbitrage-Mechanismen oder Algorithmen können die Balance nicht wiederherstellen. Anleger erhalten für einen Stablecoin, der einen Dollar wert sein sollte, nur noch 87 Cent oder weniger.

Fiat-gedeckte Stablecoins wie USDT oder USDC besitzen echte Reserven in Banken oder T-Bills. Sie versprechen, jeden Token gegen echte Währung einzutauschen.

Algorithmische Varianten wie der gescheiterte Terra-UST nutzen Smart Contracts und Schwester-Tokens, um den Kurs künstlich zu stabilisieren. Verliert der Markt das Vertrauen in diese Rücklagen oder Mechanismen, setzen Panikverkäufe ein.

Der Kurs bricht dann schnell ein und erholt sich nicht selbstständig. Besonders bei algorithmischen Modellen endet dieser Prozess oft im Totalverlust.

Wichtig: De-Pegging betrifft nicht nur algorithmische Stablecoins. Auch fiat-gedeckte Varianten können kurzzeitig unter einen Dollar fallen, wenn Zweifel an den Reserven entstehen. Prüfe deshalb regelmäßig die Transparenzberichte deiner Stablecoins.

Als Anleger erlebt: Der USDC-Crash im März 2023

Im März 2023 erlebten Nutzer von Bitpanda und Kraken live, wie schnell De-Pegging in der Praxis passiert. Circle, der Emittent von USDC, gab an einem Wochenende bekannt, dass 3,3 Milliarden Dollar in der insolventen Silicon Valley Bank gebunden waren.

Diese Nachricht verbreitete sich innerhalb von Minuten in allen Krypto-Communities. Der Kurs brach sofort auf 0,87 USD ein. Panikverkäufe dominierten die Orderbücher auf allen großen Exchanges.

Trader, die USDC zu einem Dollar gekauft hatten, sahen binnen Stunden 13 Prozent Verlust auf ihren Screens. Viele versuchten verzweifelt, ihre Bestände in andere Stablecoins oder Fiat zu retten.

Erst nach gezielten Interventionen der US-Regierung und der Versicherung der Einlagen stabilisierte sich der Kurs nach drei Tagen wieder bei 1,00 USD. Dieser Vorfall zeigt eindrücklich: Selbst etablierte Stablecoins mit Milliarden-Volumen sind nicht immun gegen systemische Bankenkrisen.

Gut zu wissen: Beim Terra-UST-Crash im Mai 2022 verlor der algorithmische Stablecoin binnen Tage seine Dollar-Bindung und fiel nahezu auf Null. Dabei verschwanden rund 40 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung – eine Warnung für jeden Anleger.

De-Pegging und der MiCA-Schutz 2026

Seit der vollständigen MiCA-Umsetzung 2026 gelten in der EU verschärfte Regeln für Stablecoins. Emittenten müssen 1:1-Reserven in sicheren Assets nachweisen und entsprechende Lizenzen besitzen.

Sie müssen zudem regelmäßige Prüfberichte veröffentlichen. Algorithmische Stablecoins ohne echte Fiat-Deckung sind mittlerweile weitgehend verboten. Das schützt deutsche Anleger vor Totalverlusten wie beim UST-Crash 2022.

Bei diesem Crash vernichteten 40 Milliarden Dollar Marktwert und viele Anleger verloren ihre gesamten Ersparnisse. Regulierte Plattformen wie Bitvavo listen deshalb nur noch lizenzierte Stablecoins.

Wer auf solchen Plattformen handelt, nutzt ausschließlich unter BaFin- und MiCA-Überwachung stehende Assets. Die BaFin schätzte, dass allein tausende deutsche Anleger während des Terra-UST-Crashs 2022 massive Verluste erlitten.

Durch die aktuelle Reservepflicht und das Verbot intransparenter algorithmischer Modelle sind solche Risiken deutlich minimiert worden.

Risikominimierung für Einsteiger

Anleger sollten Stablecoins nicht als vollkommen sicheres Parkvermögen betrachten. Die Aufbewahrung auf Hardware-Wallets schützt nicht vor Kursverlusten durch De-Pegging.

Ein Split auf mehrere etablierte Stablecoins reduziert das Kontrahentenrisiko. Wer große Beträge parkt, sollte zusätzlich in Fiat-Reserven oder kurzlaufende Staatsanleihen diversifizieren.

Die regelmäßige Prüfung der Attestations-Berichte der Emittenten gehört zum Pflichtprogramm. Nur wer die Zusammensetzung der Reserven kennt, kann Risiken frühzeitig erkennen und reagieren.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Frühwarnsystem bei Reserveproblemen der Emittenten
  • +Arbitrage-Möglichkeiten für schnelle Trader bei temporären Kursabweichungen
  • +MiCA-Regulierung minimiert Risiken durch Reservepflicht

Nachteile

  • -Totalverlust-Risiko bei algorithmischen Stablecoins
  • -Panikverkäufe verstärken Kursverluste massiv
  • -Vertrauensverlust betrifft oft den gesamten Stablecoin-Markt

Fun Fact

Der UST-Crash 2022 kostete Anleger 40 Milliarden USD – innerhalb weniger Tage. Bis heute gelten algorithmische Stablecoins in der EU als zu riskant.