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Was ist KYC?

KYC einfach erklärt

Grundlagen
Aktualisiert: 2026-02-22|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

KYC einfach erklärt ➜ Know Your Customer ist ein Prüfverfahren zur Identifizierung von Krypto-Nutzern. Es dient der Geldwäscheprävention und dem Anlegerschutz.

KYC, die Abkürzung für „Know Your Customer“, ist ein unverzichtbarer Prozess im Krypto-Bereich. Er dient der Identitätsprüfung von Nutzern durch regulierte Krypto-Börsen und andere Finanzdienstleister. Das primäre Ziel ist die Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Betrug, wodurch die Sicherheit und Integrität des Finanzsystems gestärkt werden.

Wie funktioniert ein KYC-Verfahren?

Das KYC-Verfahren ist für Einsteiger oft der erste Berührungspunkt mit der Regulierung in der Kryptowelt. Es beginnt in der Regel mit der Aufforderung, persönliche Daten zu übermitteln. Dazu gehören typischerweise der vollständige Name, die Meldeadresse und das Geburtsdatum. Anschließend müssen Nutzer ein gültiges Ausweisdokument, wie einen Personalausweis oder Reisepass, hochladen.

Gut zu wissen: Einige Plattformen nutzen zusätzlich ein Video-Ident-Verfahren. Hierbei wird die Identität in einem kurzen Video-Telefonat mit einem Mitarbeiter überprüft, der das Ausweisdokument und die Person verifiziert. Dies erhöht die Sicherheit des Prozesses erheblich.

Die gesammelten Daten werden mit offiziellen Datenbanken abgeglichen, um die Echtheit der Angaben zu bestätigen und zu prüfen, ob die Person auf Sanktionslisten steht. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser Prüfung kann der Nutzer die vollen Funktionen der Krypto-Plattform, wie den Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen, nutzen.

KYC in der Praxis: Bitcoin-Kauf in Deutschland

Nehmen ich an, eine Nutzerin möchte auf einer regulierten deutschen Krypto-Börse wie Bitpanda oder Bitvavo Erfahrungen & Test Bitcoin kaufen. Bevor sie ihre erste Transaktion tätigen kann, muss sie das obligatorische KYC-Verfahren durchlaufen. Dies geschieht meist direkt nach der Registrierung.

Sie wird aufgefordert, ihre persönlichen Daten einzugeben und ein Foto ihres Personalausweises hochzuladen. Oft folgt ein automatisierter oder manueller Verifizierungsschritt, der prüft, ob das Ausweisdokument gültig und die Person auf dem Dokument identisch mit der Person ist, die das Konto eröffnet. Bei einigen Anbietern wird zusätzlich ein Adressnachweis, wie eine aktuelle Stromrechnung, verlangt. Erst nach erfolgreicher Verifizierung, die meist nur wenige Minuten bis Stunden dauert, kann sie beispielsweise über Bitpanda (10€ Startguthaben) Bitcoins erwerben. Dieser Prozess ist Standard und dient der Einhaltung der nationalen Geldwäschegesetze.

Wichtig: KYC schützt nicht vor Verlusten durch Kurschwankungen. Es dient ausschließlich der Betrugsprävention und Geldwäschebekämpfung.

Die Relevanz von KYC im Jahr 2026 für DACH

Anfang 2026 wird KYC weiterhin ein zentraler und möglicherweise noch strengerer Bestandteil der Krypto-Regulierung in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sein. Die rechtliche Grundlage bilden die 5. und 6. EU-Geldwäscherichtlinie (AMLD5, AMLD6), die durch nationale Gesetze umgesetzt werden. Diese Richtlinien verpflichten regulierte Krypto-Dienstleister zur Durchführung von KYC-Prozessen.

Mit der vollständigen Umsetzung der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation) der EU, die voraussichtlich 2024/2025 in Kraft tritt, könnten die Anforderungen an die digitale Identitätsprüfung weiter optimiert und harmonisiert werden. Dies bedeutet eine erhöhte Rechtssicherheit für Nutzer und Anbieter, geht aber auch mit einem gewissen Verlust an Anonymität einher, der traditionell mit Krypto-Transaktionen verbunden war. Die Technologie zur digitalen Identitätsprüfung wird sich weiterentwickeln, um den Prozess für Nutzer effizienter und sicherer zu gestalten.

Vorteile von KYC & Nachteile von KYC

Vorteile von KYC

  • +Erhöhte Sicherheit und Betrugsprävention
  • +Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
  • +Schutz der Nutzer vor illegalen Aktivitäten auf Plattformen
  • +Schafft Vertrauen und Legitimität im Krypto-Markt
  • +Ermöglicht die Integration von Krypto in regulierte Finanzsysteme

Nachteile von KYC

  • -Verlust der Anonymität für Nutzer
  • -Potenzieller Missbrauch oder Diebstahl sensibler Daten
  • -Längere Registrierungsprozesse
  • -Nicht alle Krypto-Dienstleister unterliegen denselben KYC-Regularien
  • -Kosten und Aufwand für Krypto-Plattformen

Fun Fact

KYC im Krypto-Bereich ist vergleichbar mit der Kontoeröffnung bei einer Bank – nur eben digital!