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Was ist ERC-20?

ERC-20 einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-27|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Der Nutzer möchte eine präzise Definition für "ERC-20" im Krypto-Kontext, die für Einsteiger verständlich ist. Anforderungen: 1. Maximal 160 Zeichen 2. 1-2 ...

ERC-20 ist der technische Standard für austauschbare Token auf Ethereum. Er definiert Regeln für Überweisungen und Smart Contracts.

Wie funktioniert ERC-20?

Der Standard wurde von Fabian Vogelsteller im November 2015 als EIP-20 vorgeschlagen und bildet seither das Rückgrat des Ethereum-Token-Ökosystems. Er definiert sechs zwingende Funktionen, die jeder Smart Contract beherrschen muss.

Neben der Überweisung (transfer) und der Abfrage des Kontostands (balanceOf) gehören dazu die Ermittlung der Gesamtmenge (totalSupply) sowie Genehmigungsmechanismen für Dritte. Diese Regelwerke stellen sicher, dass Token austauschbar (fungibel) sind – ein USDC-Token ist identisch mit jedem anderen und jederzeit teilbar.

Das unterscheidet sie fundamental von NFTs, die einzigartig sind und den Standard ERC-721 nutzen. Entwickler müssen nicht für jede neue Kryptowährung das Rad neu erfinden. Wallets und Exchanges können so problemlos mit jedem ERC-20-Token interagieren, ohne spezielle Software zu programmieren.

Die Standardisierung revolutionierte den Markt. Vor 2015 mussten Entwickler proprietäre Lösungen programmieren, die inkompatibel zu bestehenden Wallets waren. Heute genügt die Implementierung von sechs Funktionen, um sofortige Unterstützung durch MetaMask, Ledger und alle großen Börsen zu erhalten.

Wichtig: Nicht jedes Token auf Ethereum ist automatisch ein ERC-20-Token. NFTs nutzen beispielsweise den Standard ERC-721 und sind nicht austauschbar.

ERC-20 in der Praxis

Stell dir vor, du möchtest 1.000 USDC von deiner Wallet an eine Börse senden. Du öffnest MetaMask oder Ledger Live, gibst die Empfangsadresse von Bitvavo ein und bestätigst die Transaktion mit deinem Private Key.

Dahinter interagiert deine Wallet automatisch mit dem ERC-20-Smart-Contract von USDC. Für diese Operation zahlst du Gasgebühren in ETH – aktuell zwischen 0,001 und 0,005 ETH, je nach Netzwerkauslastung. Das entspricht bei aktuellen Kursen etwa 3 bis 15 Euro.

Bei hoher Auslastung können die Kosten kurzzeitig explodieren. Bei Bitpanda oder Bitvavo kannst du übrigens direkt mit Euro Einzahlen und ERC-20-Token kaufen, ohne dich um Smart Contracts oder Gasgebühren zu kümmern.

Ein häufig übersehenes Risiko betrifft Token-Approvals. Wenn du auf dezentralen Börsen wie Uniswap handelst, genehmigst du dem Smart Contract Zugriff auf deine Bestände. Unendliche Approvals bergen das Risiko von Drain-Attacken bei kompromittierten Protokollen.

Gut zu wissen: Die Binance Smart Chain nutzt BEP-20 – eine technisch nahezu identische Variante von ERC-20, bei der die Transaktionsgebühren jedoch deutlich niedriger ausfallen.

Sicherheitsaspekte und Limitationen

ERC-20-Transaktionen sind irreversibel. Ein Tippfehler in der Empfangsadresse führt zum permanenten Verlust der Assets, da es keine zentrale Instanz für Rückbuchungen gibt. Dies unterscheidet Krypto-Transfers fundamental von SEPA-Überweisungen.

Zusätzlich birgt die Komplexität von Smart Contracts Risiken. Programmierfehler in Token-Contracts führten bereits zu Milliardenverlusten durch Exploits. Besonders bei neuen DeFi-Protokollen sollten Anleger auf Audits von renommierten Sicherheitsfirmen achten.

Zudem empfiehlt sich die Nutzung von Hardware-Wallets für größere Beträge, da diese Private Keys offline halten und vor Malware schützen. Die Transparenz der Blockchain ermöglicht zwar die Überprüfung aller Transaktionen, bietet aber keinen Schutz vor betrügerischen Contracts.

Warum ERC-20 2026 weiterhin relevant bleibt

Trotz neuer Blockchains bleibt ERC-20 der Goldstandard für DeFi-Token und Stablecoins auf Ethereum. In Deutschland nutzt die DZ Bank den Standard bereits zur Tokenisierung traditioneller Wertpapiere und Anlageprodukte.

In der Schweiz bieten SEBA Bank und Sygnum institutionelle Verwahrung für ERC-20-Assets an. Layer-2-Lösungen wie Arbitrum und Optimism haben zudem die Transaktionskosten drastisch gesenkt, während die Sicherheit der Ethereum-Hauptchain erhalten bleibt.

Die Tokenisierung realer Assets (RWA) treibt die Adoption zusätzlich voran. Immobilien, Staatsanleihen und Rohstoffe werden zunehmend als ERC-20-Token auf Ethereum abgebildet. Für Einsteiger bedeutet dies: Wer ERC-20 versteht, beherrscht den Großteil des DeFi-Ökosystems.

Die Interoperabilität zwischen verschiedenen Apps und Börsen funktioniert nahtlos, solange alle den gleichen technischen Standard verwenden. Diese Netzwerkeffekte machen ERC-20 auch zehn Jahre nach seiner Einführung unverzichtbar für den Kryptomarkt.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Nahtlose Interoperabilität zwischen allen Ethereum-Wallets und Exchanges
  • +Etablierter Standard mit hoher Sicherheit und breiter Entwicklerunterstützung
  • +Riesige Auswahl an verfügbaren Token und DeFi-Anwendungen

Nachteile

  • -Transaktionen erfordern Gasgebühren in ETH
  • -Bei Netzwerküberlastung können die Gebühren stark steigen

Fun Fact

Die DZ Bank in Frankfurt nutzt ERC-20 für die Tokenisierung traditioneller Wertpapiere – ein Zeichen für institutionelle Akzeptanz.